Donnerstag, 09.09.2010 - 17:10 Uhr

RHD - chinesische Kaninchenseuche

RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease)

Anzeichen:

Anzeichen für RHD sind beschleunigte oder erschwerte Atmung, Nahrungsverweigerung und Teilnahmslosigkeit. Je nach Verlauf der Krankheit können auch Blutungen aus Nase und Maul, laute Schreie und Krämpfe Anzeichen dieser Krankheit sein.

 

Auslöser:

Auslöser dieser infektiösen Krankheit ist ein Calici-Virus. Dieser überträgt sich von Tier zu Tier oder Mensch zu Tier, allerdings u.a. auch über die Einstreu, das Futter, Milben und Kaninchenflöhe. Andere Tiere und Menschen sind immun gegen diese Krankheit.

Erstmals trat die Krankheit 1984 in China auf - daher auch der Name Chinaseuche. Seid 1988 ist RHD auch in Deutschland vertreten.

 

Behandlung:

RHD ist eine hoch ansteckende und nicht heilbare Krankheit. Es werden drei Verlaufsformen unterschieden:

Bei der akuten Verlaufsform kommt es - zwei bis drei Tage nach der Ansteckung - zu Atemnot, blutigem Durchfall, Nahrungsverweigerung und Unruhe. Danach folgt ein qualvoller Erstickungstod.

Bei der perakuten Verlaufsform brechen Kaninchen ohne vorherige Anzeichen zusammen und ersticken. Die Körperhaltung - weit zurückgebogener Kopf - und der Austritt von blutig-schaumigen Ausfluss aus den Nasenlöchern ist characteristisch.

Die dritte Verlaufsform ist die mildeste. Die Erkrankung ist weniger schwer und nach zwei bis drei Tagen gesunden die Tiere wieder. Allerdings können diese Kaninchen den Erreger weiterhin ausscheiden, so dass sie für ihre Artgenossen eine ständige Gefahr darstellen.

 

Vermeidung:

Nur regelmäßige Impfungen schützen vor dieser Krankheit. Bei Zucht- und Ausstellungstieren ist die Impfung gegen RHD pflicht.