Montag, 06.02.2012 - 19:22 Uhr

Rocko, Galerie I

Stroh und Heu standen eigentlich im Januar 2003 auf meiner Einkaufsliste, statt dessen kam ich mit einem kleinen Mecklenburger Schecken nach Hause. Ich taufte ihn Rocko.

Mecklenburger Schecke Rocko

Der anfangs größte Angsthase der Welt entpuppte sich schnell zu einem Raufbold. Nichts war mehr vor ihm sicher und wehe jemand wollte an seine Decke.

Mecklenburger Schecke

Anfang 2006 kam dann die schreckliche Diagnose: Rhinitis contagiosa cuniculi (Kaninchenschnupfen)

Der Tierarzt begann sofort mit einer mehrmonatigen Antibiotika-Behandlung, leider ohne Erfolg. Im Gegenteil, von Tag zu Tag wurde es schlimmer. Nach unzähligen Wochen und täglichen Spritzen entschied ich, dass es genug war. Mein Dicker lag nur noch reglos im Käfig und ich wollte ihn nicht länger quälen. Der Tierarzt meinte es sei sein Todesurteil.

Der Kaninchenschnupfen ist nicht heilbar. Erkrankte Kaninchen sterben entweder daran oder lernen damit zu leben. Nach dem Absetzen der Medikamente verbesserte sich der Zustand meines Dicken direkt, er wurde wieder lebhafter und auch der eitrige Ausfluss wurde von Monat zu Monat weniger. Mittlerweile ist er wieder der Alte und man merkt ihm die Krankheit nicht an, aber sie ist da.

Mecklenburger Schecke

Fotos: Stephanie Kretschmar

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