Montag, 06.02.2012 - 19:26 Uhr

Ernährung

Bei der Ernährung von Kaninchen scheiden sich die Geister, die einen schwören auf Fertigfutter aus Tierhandlungen, die anderen meiden es gänzlich. In der Natur steht dem Kaninchen kein Fertigfutter zur Verfügung, im Gegenteil es ernährt sich überwiegend von Gräsern. Der Verdauungstrakt ist demnach auch für Gräser ausgelegt.

Aus diesem Grunde sollten auch bei Hauskaninchen überwiegend Gras und Gräser gefüttert werden. Fertigfutter gilt in der Regel als Zucht- und Mastfutter.

Gras

Gras kann nach einer entsprechenden Eingewöhnung in unbegrenzter Menge angeboten werden. Gras enthält alle wichtigen Nährstoffe, die Kaninchen benötigen, deshalb ist es die ideale Futterquelle. Da Gras in frischer Form nicht immer in ausreichender Menge zur Verfügung steht, kann zusätzlich Heu gefüttert werden.

 

Heu

Kaninchen besitzen keine starke Magenmuskulatur, damit der Verdauungstrakt richtig funktioniert muss immer wieder Nahrung nachgeschoben werden. Hierfür eignet sich Heu besonders gut, es sollte dem Kaninchen, genau wie Wasser, Tag und Nacht zur Verfügung stehen. Des weiteren fördert Heu den Zahnabrieb der Backenzähne.

Viele Kaninchen nutzen Heu auch als Liegeplatz. Damit dem Kaninchen immer frisches und sauberes Heu zur Verfügung steht sollte es in einer Heuraufe serviert werden.

 

Grünfutter

Alle grünen Pflanzenteile werden unter dem Begriff Grünfutter zusammengefasst. Hierzu gehören zum Beispiel Löwenzahn, Möhrengrün, Petersilie und vieles mehr. Vieles davon ist im Supermarkt erhältlich und bietet eine gesunde Abwechslung auf dem Speiseplan eines Kaninchen.

Nach einer Eingewöhnung kann Grünfutter genau wie Gras und Heu unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden.

 

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sollte auf dem täglichen Speiseplan eines Kaninchens mit eingeplant sein. Es sorgt für zusätzliche Vitamine, Eiweiße und Kohlenhydrate. Allerdings sollte der Gemüseanteil den Obstanteil wegen des hohen Zuckergehalts überwiegen.

 

In Maßen

Bestimmte Nahrungsmittel führen bei zu hoher Dosierung bei Kaninchen unter anderem zu Blähungen oder Durchfall. Aus diesem Grunde sollten diese Nahrungsmittel relativ selten und nur in kleinen Mengen serviert werden. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören zum Beispiel alle Kohlsorten, Aubergine, Kartoffeln, Kopfsalat, Wirsing, rote Beete, Salatgurken,Tomaten und Zuccini.

 

Giftige Nahrung

Bestimmte Nahrungsmittel sollten Kaninchen nicht erhalten, da diese giftig für sie sind. Wildkaninchen haben einen angeborenen Instinkt für solche Nahrungsmittel, bei Hauskaninchen ist dieser Instinkt weitestgehend nicht mehr vorhanden. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass Kaninchen die folgenden Nahrungsmittel nicht erhalten.